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„Energietankstelle“ nach dem Winter

„Energietankstelle“ nach dem Winter

Weiden (Salix) sind für die Imkerei von unschätzbarem Wert. Sie markieren oft den eigentlichen Beginn des Bienenjahres, da sie eine der ersten zuverlässigen und ergiebigen Quellen für Pollen und Nektar darstellen.

Die Bedeutung der Weide als Trachtpflanze

Die Weide wird oft als „Turbostarter“ für das Bienenvolk bezeichnet. Nach der langen Winterruhe benötigt die Königin frischen Pollen, um die Brutaktivität massiv zu steigern.

  • Pollenreichtum: Weidenpollen ist extrem proteinreich. Er ist essenziell für die Ausbildung des Fett-Eiweiß-Körpers der Jungbienen und die Produktion von Futtersaft.
  • Nektarquelle: Neben Pollen bieten viele Weidenarten bereits bei niedrigen Temperaturen (ab ca. 8–10°C) beachtliche Mengen an Nektar, was den Energiebedarf des Volkes deckt.
  • Frühe Blütezeit: Je nach Art und Witterung blühen Weiden von Ende Februar bis in den April hinein.

Die „Energietankstelle“ nach dem Winter

Wenn die Temperaturen im März das erste Mal über 10 °C steigen, ist die Salweide oft die erste Pflanze, die massiv Nektar und Pollen liefert.

  • Pollen: Die männlichen Kätzchen der Salweide sind die berühmten „gelben Püschel“. Sie liefern den für die Brutaufzucht lebensnotwendigen Eiweißpollen. Ohne diesen frischen Pollen kann die Königin die Eierproduktion nicht auf das erforderliche Niveau hochfahren.
  • Nektar: Die weiblichen Kätzchen (eher grünlich und unscheinbar) produzieren reichlich Nektar mit hohem Zuckergehalt. Das liefert den Flugbienen die nötige Energie für die ersten Sammelflüge.

Besonderheit: Zweihäusigkeit

Die Salweide ist zweihäusig, das heißt, es gibt rein männliche und rein weibliche Bäume.

  • Für die Imkerei sind beide wichtig, aber die männlichen Pflanzen sind auffälliger, da sie den weithin sichtbaren gelben Pollen tragen.
  • Wer Salweiden pflanzt, sollte idealerweise darauf achten, beide Geschlechter in der Umgebung zu haben, um sowohl Kohlenhydrate (Nektar) als auch Proteine (Pollen) anzubieten.
Habitus der Salweide
Männliche Kätzchen
Männliche Blüten der Salweide
Weibliche Kätzchen der Salweide

Es hat 15 Jahre gedauert, bis ich mich von der Imkerei mit Magazinbeuten verabschiedet habe. Ich habe mich bewusst für alternative Beutenformen entschieden. Nach Erfahrungen mit der kenianischen Oberträgerbeute bin ich bei der Layensbeute angekommen. Ich möchte zeigen, wie man bei der Layensbeute mit minimalen Eingriffen erfolgreich und entspannt imkern kann.