×

Frühlingserwachen am Königsberg

Frühlingserwachen am Königsberg

Ein voller Erfolg für das Layens-Konzept

Die Sonne meint es zur Zeit gut mit uns in der Eifel. Seit dem 5. März genießen wir in Marmagen und Nettersheim mildes Frühlingswetter, das in den letzten Tagen mit stolzen 16°C-17°C seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte. Das war das perfekte Zeitfenster, um am Standort Königsberg nach dem Rechten zu sehen.

Zugegeben: Ein wenig Sorge schwang in den letzten Wochen doch mit. Ich hatte nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Layens-Beutenkonzept quasi alles auf eine Karte gesetzt. Doch der Blick in die Kästen zeigt: Die Entscheidung war goldrichtig.

Vitalität auf ganzer Linie

Das Wichtigste zuerst: Kein Totalausfall. Alle Völker sind wohlauf, die Vitalität ist beeindruckend. Alle Völker tragen fleißig die ersten Pollenpakete ein, ein sicherer Hinweis auf vorhandene Brut. Besonders gefreut hat mich die Entwicklung von Volk 1 und 2. Sie gingen als meine Sorgenkinder, die schwächsten Einheiten, in den Winter. Heute präsentieren sie sich hervorragend und besetzen die Beuten erfreulich stark. Als kleine Sicherheitsreserve haben sie jeweils noch eine Futterwabe vom Rotbusch spendiert bekommen, wo ich leider ein Volk verloren habe. Aber damit habe ich gerechnet. Der Standort liefert im Spätsommer und Herbst keine Tracht mehr und somit auch nicht ausreichend Pollen für die Aufzucht und Entwicklung der Winterbienen. Das wird mir dieses Jahr nicht mehr passieren und ich werde die Bienen vom „Rotbusch“ am Königsberg einwintern und sie schon im Sommer umsiedeln.

Ein Blick in die Kinderstube

Bei Volk 3 (aus der Zucht von Imker Andres) konnte ich sogar direkt die Königin sichten. Interessant ist hier das Zehrbild: Die Bienen haben den Honig bisher fast nur auf der rechten Seite verbraucht, links sind die Vorräte noch komplett unangetastet.

Auch bei Volk 4 läuft alles nach Plan. Die Damen sitzen auf fünf Hochwaben (was etwa 7,5 Standardwaben entspricht), und die Königin ist bereits voll in Brut. Um die wertvolle Brutwärme bei der Durchsicht nicht zu gefährden, habe ich die Inspektion jeweils sofort beendet, sobald ich das Brutnest erreicht hatte – Effizienz und Bienenschutz gehen vor.

Mein Fazit zum Beutensystem

Die Layensbeuten haben genau das gehalten, was ich mir versprochen habe:

  • Keine Schimmelbildung (ein kritischer Punkt im Winter).
  • Geringerer Futterverbrauch im Vergleich zu anderen Systemen.
  • Minimaler Totenfall.

Meine anfänglichen Bedenken haben sich glücklicherweise als unbegründet erwiesen. Die Völker sind gesund, die Königinnen in Eilage und die Futterversorgung ist gesichert.

Ausblick: Die Salweide blüht

Während die Salweide bereits ihre Kätzchen streckt und die erste Tracht ankündigt, behalte ich den Wetterbericht fest im Auge. Ab morgen wird es unbeständiger, und zum Wochenende droht ein Rückfall auf 4°C bis 7°C mit möglichem Schneeregen.

Doch mit den aktuellen Vorräten und der starken Verfassung der Völker blicke ich diesem Kälteeinbruch gelassen entgegen. Das Bienenjahr 2026 kann kommen – ich freue mich darauf!

Zum Bild: Um zu verhindern, dass bei starkem Schneetreiben die Fluglöcher zugeweht werden, habe ich Fichtenzweige vor die Fluglöcher gehängt

Es hat 15 Jahre gedauert, bis ich mich von der Imkerei mit Magazinbeuten verabschiedet habe. Ich habe mich bewusst für alternative Beutenformen entschieden. Nach Erfahrungen mit der kenianischen Oberträgerbeute bin ich bei der Layensbeute angekommen. Ich möchte zeigen, wie man bei der Layensbeute mit minimalen Eingriffen erfolgreich und entspannt imkern kann.